Vita Waltraud Klein

Waltraud Klein Schon in jungen Jahren mit dem elterlichen Unternehmen vertraut, folgte nach dem Abitur das Studium der Sozialpädagogik in Mainz. Nach Lehr- und Lernjahren in Verwaltung, Wohlfahrtspflege und der Akutpsychiatrie entschloss sie sich zur Selbständigkeit und übernahm 1980 Aufbau und Leitung eines Wohnheimes für psychisch kranke Menschen.

1993 erfolgte der zweite Schritt, gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann Hans Keuser baute sie zwei weitere Unternehmen auf, Projekt 3 e. V., Träger und Betreiber verschiedener Einrichtungen für alte, behinderte und suchtmittelabhängige Menschen sowie die Team GmbH für sozialwirtschaftliche Beratung. Sie startete bei Projekt 3 als Einrichtungsleitung und beendete ihre Arbeit dort als Geschäftsführung. In diesen Jahren war sie u.a. verantwortlich für den Bau und Aufbau zahlreicher Einrichtungen. Ihre Kompetenz: Die Erarbeitung von Konzepten für Haus und Raum. Sie füllt sie mit inhaltlichem Leben und menschlicher Wärme für alle Menschen, die dort leben und arbeiten. Ihre Handschrift ist unverwechselbar. Ihre Arbeiten und Konzepte wurden mit verschieden nationalen und internationalen Auszeichnungen und Preisen prämiert - zuletzt, 2008 wurde das Konzept der Pflegeoase in der Villa am Buttermarkt ein vom Bundesgesundheitsministerium gefördertes Leuchtturmprojekt ... und der Anlass, sich intensiv dem Thema Demenz zu widmen.

Zwischenzeitlich hat sie verschiedene Konzeptionen für Menschen mit Demenz entwickelt. Demenz erfordert angepasste Konzepte, die sich an den Grundbedürfnissen des Menschseins alter verwirrter Menschen orientieren. Bei altersverwirrten Menschen verändert sich im Verlauf der Demenz Erleben, Wahrnehmen und Empfinden und somit auch das Verhalten. Es bedarf unterschiedlicher Rahmenbedingungen und Wohnformen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Eine große Herausforderung! Waltraud Klein spricht von Seelenplätzen – als Orte der Geborgenheit. Sie erfüllt diese mit Leben.

Gute Planung bedeutet einen Zusammenhang herstellen zwischen den Räumen und der darin möglichen und unmöglichen Lebens- Wohn- und Arbeitsqualität, zwischen Gesundheit und Krankheit. 2014 hatte sie die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und ihr Wissen als berufenes Mitglied im Expertenforum Demenz des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinlad-Pfalz einzubringen.

Am 31.12.2014 ist sie bei Projekt 3 ausgeschieden, zu diesem Zeitpunkt beschäftigte Projekt 3 etwa 350 Mitarbeiter in Sachsen-Anhalt und Rheinland Pfalz.

Zurück zu den Ursprüngen - als geschäftsführende Gesellschafterin der TEAM GmbH.